„Der Vorgang der Menschwerdung findet in Wechselwirkung mit einer Umwelt statt“ – das berühmte Diktum von Peter Berger und Thomas Luckmann gehört seit Jahrzehnten zur intellektuellen Grundausstattung der Soziologen. Wie aber findet der Vorgang der Mitarbeiterwerdung statt? [...]
Die Unsicherheit im unternehmerischen Umfeld nimmt rasant zu. Aus wissenschaftlicher Perspektive bedeutet Unsicherheit eine hohe Komplexität bei gleichzeitig hoher Veränderungsdynamik. Für gewachsene und strukturierte Systeme, wie Unternehmen es sind, stellt Unsicherheit deshalb eine enorme Herausforderung dar. [...]
Ob sie Produkte oder Dienstleistungen anbieten - die meisten Organisationen sind überzeugt, ihr Portfolio im Griff zu haben. Doch das Gegenteil ist der Fall. Klingt seltsam, ist aber so. Der Grund für diesen Widerspruch liegt in der Produktperspektive, die nach wie vor das Denken der meisten Organisationen prägt. [...]
Man kann berechtigte Zweifel daran haben, ob eine Volkswirtschaft als reine Wissensgesellschaft überleben kann. Außer Zweifel steht dagegen, dass der Anteil des Dienstleistungssektors am BIP der meisten hochentwickelten Länder stetig steigt. Und in dem Maße, in dem immer mehr Beratungsgesellschaften am Markt auftreten, intensiviert sich auch der Wettbewerb zwischen ihnen. [...]
Kommunikation ist die einfachste Sache der Welt. Menschen können einfach kommunizieren – das macht sie zu Menschen. Diese Selbstverständlichkeit blendet meistens aus, dass schon die erfolgreiche Kommunikation zwischen zwei Menschen eigentlich ein recht unwahrscheinlicher Fall ist. [...]
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Das ist der Basso Kontinuo eines aktuellen Trends in der Kommunikationsbranche - der Nachhaltigkeitskommunikation. Im Wesentlichen geht es dabei um die Frage, wie Unternehmen ihren Zielgruppen gegenüber zeigen können, dass sie sauber, grün, ethisch unbedenklich und kompromisslos sozial sind. [...]
Krisen sind tabu. Und dabei ist es gar nicht entscheidend, ob es sich um eine Unternehmenskrise, eine persönliche Krise oder eine Ehekrise handelt – ohnehin bedingen sie sich oft genug gegenseitig. Krisen gehören ins Reich des Schweigens, des Vertuschens, des dezenten Nichterwähnens. [...]
Es ist heute selbstverständlich, die Gesellschaft in Systemen zu denken, die nebeneinander existieren. Sie sprechen nicht die gleiche Sprache, haben nicht die gleichen Ziele und die gegenseitige Zuneigung hält sich meist auch in Grenzen. [...]

